Die Preiserholung an den internationalen Rohwarenmärkten hat sich im April beschleunigt. Spekulative Aspekte werfen dabei gewisse Fragen auf.

 

Die Rohstoffmärkte sind im Auftrieb. (Bild: K+S)


Das spekulative Fieber ist zurück. Nirgends zeigt sich das deutlicher als am Auftrieb, der in den vergangenen Wochen die Rohstoffmärkte erfasst hat. Dort sind die Preise im April so stark und in einer solchen Breite gestiegen wie selten zuvor. So haben Indikatoren wie der Dow-Jones-Commodity-Index und der S&P-GSCI um gut 9% beziehungsweise um gut 10% zugelegt.

Die Erholung setzt sich fort

Das rohstofflastige Barometer von Goldman Sachs (GSCI) hat seit Mitte Februar um knapp 33% zugelegt und konnte im März und April den ersten Zuwachs in zwei Monaten in Folge seit sieben Jahren verzeichnen. Ausser den Kontrakten für Kaffee, für bestimmte Weizensorten in Kansas und Rindvieh verzeichneten alle Preisavancen. Der Preis für Erdöl der Sorte WTI legte um 72% zu, jener von Sojamehl um 32%, und Nickel sowie Zucker sind jeweils um 24% teurer geworden. Deutlich angezogen haben auch die Preise der Edelmetalle Palladium, Platin, Silber und Gold. Während der Silberpreis den Aufwärtstrend der vergangenen drei Monate fortgesetzt hat, scheint der Goldpreis aufgrund der jüngsten Dollarschwäche aus dem Seitwärtstrend zwischen Februar und April nach oben ausgebrochen zu sein.

Im Hintergrund steht das Bemühen der amerikanischen Zentralbank, die Zinsphantasien nicht zu sehr ins Kraut schiessen zu lassen. Die zögerliche Haltung der Institution in Leitzinsfragen hat in den vergangenen Wochen nicht nur den Risikoappetit beflügelt, sondern wenigstens kurzfristig zu einer Korrektur des Dollars geführt. Schwächt sich dessen Kurs ab, kommt es üblicherweise zu steigenden Rohstoffpreisen, da diese meist in Dollars bezahlt werden müssen. Dazu gesellte sich die Neigung, aus China kommende Daten positiv zu interpretieren. Sollte die chinesische Wirtschaft auch nur kurzzeitig von monetären Stimulierungsmassnahmen profitieren, würde die Nachfrage nach Energie und Rohstoffen wenigstens vorübergehend steigen – und das in einem Umfeld, das sich meist durch äusserst geringe Investitionen in neue Kapazitäten sowie jüngst vielfach eine gedrosselte Produktion auszeichnet.

Verknappung im Blick

Die Folgen zeigten sich am deutlichsten am Erdölmarkt. Dort konnten sich massgebliche Anbieter bei einem Treffen in Doha zwar nicht auf eine Deckelung der Förderung einigen, aber der Preis hat trotz anhaltender Überproduktion und vollen Lagern seinen Erholungsprozess fortgesetzt, weil der Markt weit in die Zukunft blickt. Zumindest die spekulativen Marktteilnehmer rechnen mit Blick auf die nachlassende Erdölförderung in den USA bald mit einem Ausgleich von Angebot und Nachfrage. Schliesslich zeigen ihre Positionen an den Terminmärkten, dass sie stark auf weiter steigende Preise setzen. Möglicherweise lassen sie sich von Informationen dazu verleiten, die zeigen, dass China die tiefen Preise genutzt hat, um Rekordmengen zu importieren.

Verunsicherte Investoren, Negativzinsen und wenig überzeugende US-Konjunkturdaten haben den Edelmetallen Auftrieb gegeben. Je mehr Anleger fürchten, den nächsten Preisanstieg zu verpassen, desto mehr engagieren sie sich im Markt, und desto wahrscheinlicher wird eine Eigendynamik nach oben auf Zeit. Es wäre nicht das erste Mal.

 

(Quelle: http://www.nzz.ch/finanzen/devisen-und-rohstoffe/rohstoffe/preiszuwaechse-wie-schon-lange-nicht-mehr-die-rohstoffmaerkte-laufen-heiss-ld.17894)

 

 

Private-Equity-Investoren haben in Deutschland so viel in Beteiligungen gesteckt wie seit 2007 nicht mehr. Fachleute der Beteiligungsbranche sagen für 2016 ein weiteres reges Jahr voraus.

Dieses Jahr gaben sie in Deutschland so viel Geld für Unternehmen aus wie seit der Finanzkrise nicht mehr - und auch für 2016 versprüht die Beteiligungsbranche Optimismus. Investoren und Private-Equity-Berater sagten in Gesprächen mit der F.A.Z. ein weiteres reges Jahr voraus - sogar über dem Niveau des auslaufenden Turnus. „2016 wird ein weiteres Hammerjahr für Private-Equity-Investoren werden und 2015 noch übertreffen“, prognostiziert Mario Schmidt, Geschäftsführender Partner Deutschland bei der Kanzlei Willkie Farr & Gallagher und unter anderem auf Private Equity spezialisiert. Sascha Pfeiffer, Geschäftsführer bei der Übernahmeberatung Altium, greift auf den „Bullen“ als Metapher des Kapitalmarkts für Optimisten zurück: „Wir sind sehr bullish. Ich sehe keine Wolke am Horizont“, sagt Pfeiffer. „Wir haben ein hervorragendes Orderbuch für 2016.“

Die Aktivität der Finanzinvestoren koppelte sich 2015 in Deutschland etwas vom allgemeinen Geschäft mit Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&A) ab. Denn der deutsche Gesamtmarkt hinkte hinter dem internationalen M&A-Treiben her, das im abgelaufenen Jahr eine Rekordsumme erreichte. Fusionen mit deutscher Beteiligung - also auf Käufer oder Verkäuferseite - sanken nach Daten von Thomson Reuters im Wert um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr; das Volumen aller aufgekauften deutschen Unternehmen lag etwas über dem Vorjahr, aber unter den 2013er Zahlen.

Dagegen haben Private-Equity-Investoren hierzulande so viel in Beteiligungen gesteckt wie seit 2007 nicht: 15,7 Milliarden Euro, die Hälfte mehr als im Vorjahr, wie die Unternehmensberatung EY (vormals Ernst & Young) errechnet. Die Gründe sind vielfältig: Unverändert sitzen die Private-Equity-Häuser auf enormen Summen, die im Auftrag der Geldgeber angelegt sein wollen.

„Vor allem aber sorgen diverse aktuelle Großtrends dafür, dass auf dem Transaktionsmarkt derzeit viel Bewegung herrscht“, urteilt EY-Partner Alexander Kron. „Digitalisierung, Energiewende, Verfall der Rohstoffpreise oder zunehmende Regulierung - immer häufiger sehen sich Unternehmen gezwungen, über eine grundsätzliche Neuausrichtung ihres Geschäfts und radikale Abspaltung ganzer Bereiche nachzudenken.“ Das kommt dann den kaufwilligen Finanzinvestoren zugute.

Beteiligungsgesellschaften seien gezwungen, ihre Mittel unterzubringen

„Hohe Bewertung des Aktienmarkts, hoher Anlagedruck, günstige Finanzierung - aufgrund dieser Bedingungen wäre es überraschend, wenn es 2016 nicht zu mehr Transaktionen kommt“, sagt Rainer Langel, Deutschland-Chef der australischen Investmentbank Macquarie. Er bezieht das auf den Fusionsmarkt insgesamt wie auf Beteiligungsgesellschaften im Speziellen, erwartet für das kommende Jahr „ein höheres M&A-Volumen für Private Equity, aber auch für Strategen“.

Beteiligungsgesellschaften seien gezwungen, ihre Mittel unterzubringen. „Der Druck steigt, Liquidität anzulegen.“ Zudem sieht Langel „einen Trend zu größeren Transaktionen auch in Deutschland.“ Das war schon im ablaufenden Jahr erkennbar: Denn die Zahl der Transaktionen blieb trotz des viel höheren Investitionsvolumens mit 135 beinahe konstant.

 

QUELLE: FAZ Frankfurter Allgemeine

Ein User hat uns heute am 5.Januar 2016 darauf hingewiesen, dass die Layton Homepage nicht erreichbar sei. Das Problem konnte zwischenzeitlich behoben werden. Möglicherweise wurde unser Account unerlaubterweise durch Dritte manipuliert.

Es zeigt sich einmal mehr, dass die Sicherheit im Internet ein ernst zu nehmendes Thema ist.

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